Zusatz-Weiterbildung Sozialmedizin

Klassische Aufgabenfelder für Sozialmedizinerinnen und -mediziner finden sich an den Schnittstellen zwischen Medizin und dem gegliederten System der sozialen Sicherung. Über die unerlässliche Expertise in der klinischen Medizin (Facharztstatus) und die Berücksichtigung der Interferenzen von Gesundheit und Krankheit hinaus muss sich die Sachkenntnis von Sozialmedizinerinnen und -medizinern auch auf das intersektorale Zusammenwirken der verschiedenen sozialen Sicherungsleistungen im komplexen deutschen Gesundheitssystem erstrecken.
Der sozialmedizinische Blick richtet sich sowohl auf Fragen individueller Krankheit und Gesundheit im gesellschaftlichen Kontext als auch auf die gerechte Zuteilung begrenzter Ressourcen im solidarisch finanzierten Sozialsystem.

Die Zusatz-Weiterbildung Sozialmedizin setzt eine fachärztliche Qualifikation voraus. Ergänzend zur einjährigen Weiterbildung in Vollzeit bei einem von der zuständigen Ärztekammer bestellten Weiterbildungsbefugten in einer anerkannten Institution sind zur Erlangung der Zusatz-Bezeichnung Sozialmedizin verpflichtend die wissenschaftlich basierten Sozialmedizinkurse (zwei Grund- und zwei Aufbaukurse) – ggf. in vorgeschriebener Reihenfolge – zu absolvieren sowie abschließend eine Prüfung bei der zuständigen Ärztekammer abzulegen.

Link zur (Muster-)Weiterbildungsordnung der Bundesärztekammer.